Nachgärungsdruck – CO₂-Aufbau in Flasche oder Keg
Nachgärungsdruck bezeichnet den Druck, der während der Nachgärung in Flaschen, Kegs oder Drucktanks entsteht. Dabei vergärt Hefe zugesetzten oder verbliebenen Zucker und bildet Kohlendioxid (CO₂), das im geschlossenen System nicht entweichen kann und sich im Bier löst.
Dieser Prozess erzeugt natürliche Kohlensäure und ist die Grundlage der Flaschen- und Fasskarbonisierung.
Wovon der Nachgärungsdruck abhängt
- Zuckermenge zur Karbonisierung
- Temperatur während der Nachgärung
- Resthefegehalt im Bier
- Behältervolumen und Kopfraum
Typische Druckbereiche
- Flaschengärung: 2–3 bar
- Weizenbier: bis ca. 3,5 bar
- Spundung im Tank: variabel einstellbar
Technische Kontrolle des Nachgärungsdrucks
In Drucktanks oder Kegs wird der Druck oft mit einem Spundapparat geregelt. So kann überschüssiges CO₂ entweichen und ein Zielwert gehalten werden.
Praxisbeispiel Flaschengärung
Nach Zugabe von Zucker wird Bier in Flaschen gefüllt. Während der warmen Nachgärphase entsteht Druck, der CO₂ ins Bier einbindet. Anschließend stabilisiert kalte Reifezeit die Kohlensäure.
Risiken bei falschem Nachgärungsdruck
- zu hoch → Flaschenbombe
- zu niedrig → schales Bier
- ungleiche Karbonisierung
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Häufige Fragen zum Nachgärungsdruck
Warum entsteht Druck bei Nachgärung?
CO₂ kann im geschlossenen Behälter nicht entweichen.
Wie misst man Nachgärungsdruck?
Mit Manometer oder Spundapparat.
Ist Nachgärungsdruck notwendig?
Ja, für natürliche Karbonisierung.
Wann ist der Druck stabil?
Nach abgeschlossener Nachgärung und Abkühlung.

Nico Brennecke
Experte für Hobbybrauen, Schanktechnik und Weinherstellung
Seit vielen Jahren entwickelt und prüft er praxisnahe Lösungen für Hobbybrauer und Gastronomie im Bereich Brau- und Schanktechnik.
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