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Selbstgebrautes zu Weihnachten

Andere setzten ihren Festtagslikör auf oder basteln Weihnachtsdekorationen – der Bierfreund braut! Für den leidenschaftlichen Hobbybrauer gehört das Selbstgebraute zu Weihnachten zum Sudjahr dazu! Falls du es noch nie mit dem Bierbrauen versucht hast, dann ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt.

Warum gehört das Weihnachstbrauen in den saisonalen Braukalender wie das Märzen oder der Mai-Bock? Was macht ein echtes Weihnachtsbräu aus und warum ist das Brauen zu Weihnachten auch etwas für Einsteiger? Alles hierzu im Beitrag.

Mit Zimt und Vanille - vom Wikinger gebraut

Das Brauen zu Weihnachten ist eine uralte Tradition. Schon die Wikinger brauten Ihr Bier zur Wintersonnwende, wenn auch das Winterbräu der frühen Skandinavier nicht wirklich viel mit unserem Heutigen gemeinsam hatte. Bis heute werden in Skandinavien weihnachtliche Gewürze wie Zimt, Vanille, Anis oder Kardamom zur Weihnachtszeit mit verbraut. Einen Brauch, den auch hier einige Brauereien, vor allem Craft-Beer-Brauereien, übernommen haben und das weihnachtlich gewürzte Getränk als Weihnachts-, Winter- oder Christkindlbier anbieten.

Hier wird es bereits spannend für den Hobbybrauer, denn mit weihnachtlichen Aromen lassen sich erprobte Rezepturen schnell festlich und nach Gusto verfeinern. Hier sind sogar Orangen-, Schokoladen- und Vanillearomen eine Option. Das klingt seltsam – was hat Schokolade mit Bier zu tun? Nun, die dunklen, malzigen Biere sind da gar nicht so weit davon entfernt. Mit ein bisschen kreativem Braugefühl können wir hier ohne zusätzliche Aromen süßliche, ja sogar ein bisschen schokoladige Geschmacksrichtungen hinbekommen. Süßlich ist übrigens auch das alte klösterliche Weihnachtsbier, dass noch bis 1917 als kräftig gebrauter Nährstofflieferant die kirchlich vorgeschriebene Fastenzeit erträglich machte. Getreu dem Motto: “Flüssiges bricht Fasten nicht”.

Das dunkle Starkbier – flüssiger Wintertrank

Ursprünglich begann die christliche Fastenzeit vor Weihnachten am 11. November (Martinstag) und dauerte bis zum 25. Dezember an. Da Starkbiere die eigentlichen Biere der Fastenzeit sind, ist das “zu Weihnachten gebraute” ein Bockbier.

Bis heute kreieren viele Brauereien ihr Festbier als Bockbier oder Doppelbock besonders kraftvoll, malzig und extra dunkel und niemals hell. Diese haben einen höheren Alkoholgehalt, das kam ihrer Funktion als Winterbiere entgegen – denn innere Wärme bei kalten Temperaturen kann ja nicht schaden.

Die heutigen Weihnachts- und Winterbiere sind oft dunkel mit einer rauchigen, würzigen und karamelligen Note. Die unterschwellige süßliche Note resultiert aus dem hohen Anteil an geröstetem Gerstenmalz. Diese Geschmacksrichtung ist es, die dafür sorgt, dass das Weihnachtsbier auch zu Lebkuchen, Schokolade, zu süßen Knödeln und zum Dessert schmeckt. Probiere das unbedingt einmal aus!

Auch obergärig schmeckt zum Fest

Und jetzt: Braue dein eigenes Weihnachtsbockbier – hier geht es zur ausführlichen Brauanleitung. Kleiner Hinweis: Im Gegensatz zu den meisten Bockbierrezepten verwenden wir für diese Rezeptur obergärige Hefen.

Weihnachts- oder Winterbiere werden bis heute nur saisonal gebraut und sind in der Regel erst ab November im Handel zu finden. Der “Weihnachtsbock” ist oft untergärig, es gibt allerdings zusätzlich obergärige Varianten und sogar Weizenbockbiere, Kellerbier und andere Produkte. Charakteristisch für ein Bockbier ist eine Stammwürze von mindestens 16 Prozent. Ein Doppelbock hat meist einen Anteil von über 18 Prozent. Gemeint ist die Stammwürze – nicht zu verwechseln mit dem Alkoholanteil. In jedem Fall ist es eine Spezialität und damit ein absolutes Genießerbier.

Vom Eisbock bis zum Irish Stout – Weihnachtsbier mal anders

Das Weizenbockbier gibt es seit 1907 und es hat seinen Ursprung im Weißen Brauhaus in München. Das Weizenbock ist goldgelb bis goldbraun und nicht selten hefegetrübt. Der Geschmack ist malzig süß mit einem Hauch nach Gewürznelken und Fruchtaromen. Der genaue Geschmack hängt wie immer von der Malzsorte und der Röstung, vom Hopfen und vom gesamten Brauprozess ab. Grundsätzlich bleibt beim weihnachtlichen Weizenbock das Hopfenaroma zugunsten des Malzes im Hintergrund. Und es gibt noch ein ganz besonderes Weihnachtsbier, genau genommen ein Winterbier: den Eisbock.

Der Eisbock ist ein sehr kräftiges, süßliches und süffiges Bier mit einem hohen Alkoholanteil – von bis zu 65 Prozent! Zugegeben, ein so hoher Anteil ist eher selten, allerdings liegt der durchschnittliche Alkoholanteil des Eisbocks bei rund 28 Prozent, also keineswegs alkoholfrei. Neben dieser Besonderheit ist das Herstellungsverfahren einzigartig: Das intensiv Eingebraute wird eingefroren. Hierdurch konzentriert sich nicht nur der Alkohol, die Aromen kommen dazu deutlicher zur Geltung. Kurz: Der Eisbock ist zweifelsfrei ein echtes Wintergebräu.

Der Legende nach ist es übrigens durch ein Missgeschick entstanden. Es fror ungeplant über Nacht ein und schmeckte wider Erwarten herrlich.

Andere, in erster Linie malzige und dunkle Biere eignen sich als Weihnachtsbiere. Wie wäre es zum Beispiel mit einem kräftigen britischen Stout? Als dunkelbraunes, karamellig Kräftiges mit Röstaromen, die ein Flair von Mokka und dunkler Schokolade vermitteln, reiht sich das britische Starkbier perfekt in die Riege der Weihnachtsbiere ein.

Das passende Rezept zum Irish Stout findest du hier.

Serviere dein Selbstgebrautes zu Weihnachten: Starte durch als Hobbybrauer!

Wie sieht’s aus? Bist du auf den Geschmack gekommen? Damit du dein persönliches Weihnachtsgebräu deinen Gästen zum Fest servieren kannst, solltest du jetzt mit dem Brauen starten. Falls du noch nie selbst gebraut hast, dann solltest du jetzt damit beginnen. Gerade vor Weihnachten werden Bierbrausets in allen Variationen angeboten. Hier solltest du allerdings genau hinsehen, denn meistens handelt es sich bei den kompakten Braupaketen, die du in den Discountern bekommst, um keine echten Brausets, sondern um Braumischungen. Du schüttest hier vorgefertigte Konzentrate zusammen. Wenn du richtig brauen möchtest, starte mit einem echten Einsteigerset, das du später nach Belieben ausbauen kannst.

Du bekommst hochwertige Sets zu einem guten Starterpreis – zum Beispiel das Bierbrauset SMALL. Wenn es ein bisschen mehr sein soll, dann passt das Bierbrauset MEDIUM perfekt. Mit beiden Sets kannst du sofort starten, ein Maischepaket nach deinem Gusto, ob für dein Bockbier, dein Stout oder ein dunkles Spezialbräu ist bereits in deinem Set enthalten. Und natürlich ist ein Bierbrauset auch ein optimales Weihnachtsgeschenk. Ein weiterer Brautipp fürs Festtagsbier – ein Rezept, das sogar Anfängern gelingt.

Rezept zum Fest – malzig klassisch oder skandinavisch gewürzt

Der ultimative Rezepttipp für Einsteiger: Unser Hobbybrauer Dunkel. Die Maische besteht aus Pilsener und Münchner Malz, aus Cara Malz und einem Anteil Farbmalz. Für die dezente Bittere sorgt die Hopfensorte Hallertauer Tradition. Die Reifezeit beträgt 6 Wochen – also ideal für den “Anstich” zum Fest. Das untergärige Bier passt optimal zu Wildgerichten, zum Festbraten oder zum Wintergrillen.

Hier geht es zum Rezept.

Soll es etwas skandinavischer sein? Verfeinere deinen Gerstensaft mit einer Weihnachtsgewürzmischung. Sei anfangs mit der Dosierung vorsichtig, die Aromen intensivieren sich im Laufe des Brauprozesses.

Die Gewürzmischung für 20 Liter Selbstgebrautes: 5 Gramm Macis, 4 Gramm Zimt, 3 Gramm Anis, 5 Gramm Kardamom und 0,5 Gramm Nelken. Gib die Mischung nach der Gärung zum fertigen Bier, diese zieht während der mehrwöchigen Reifezeit mit durch.

Prost – auf dein Selbstgebrautes zu Weihnachten!

 

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