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Ein Bier zum Tag des Meeres

Ein kühles Bier am Meer. Nordisch herb mit einer frischen Schaumkrone – eine Biersorte, das diese Erwartung wohl am besten erfüllen kann, ist das Pils. Dieses ist das ultimative norddeutsche Bier. In den norddeutschen Brauereien wird traditionell kräftig gehopftes Pils gebraut. Zum Tag des Meeres am 8. Juni brauen Hobbybrauer aus aller Welt ihr eigenes Nordisches. Den spritzigen Rezeptideen sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Nur: Nordisch herb mit einem Hauch von Sand, Wind und Wellen – diese Komponenten dürfen nicht fehlen. Spritziges über das Bierbrauen an der Küste, über den Hopfenanbau auf Sylt, abgerundet mit einem Meeresbier nach Pilsener Brauart – hier im Beitrag:

 

Norddeutsche Braukultur

Gehört das Bier in den Norden? Auf jeden Fall. Vor Jahrhunderten hatte jeder kleine Ort seine eigene kleine Bierherstellung. Auch die Inseln. Die kleinen Ortsbrauereien sind im Laufe der Jahre zurückgegangen, die norddeutsche Bierkultur wurde überwiegend durch einige wenige Großbrauereien geprägt. Doch seit einigen Jahren zeichnet sich hier eine Trendwende ab. Die Craft-Beer-Entwicklung ist auf dem Vormarsch und lässt neue kleine Brauhäuser entstehen. Oft an Gasthöfe angegliedert oder als kleine Inselbrauerei. Und nicht nur das Craft-Beer, auch das New-Style-Pilsner beeinflusst die Renaissance der Braukultur an unseren Küsten.

Die Nordmänner waren Biertrinker

Das Getränk war im Land der Germanen und Wikinger nicht nur verbreitet, es gehörte zu den Grundnahrungsmitteln. Damals wurde alles mit gekeltert, was nicht niet- und nagelfest war. Unter dem Motto: Biergenuss auf eigene Gefahr, kamen Pilze, Beeren und Kräuter ins Gebräu. Mit allen Konsequenzen, denn die damaligen Bierbrauer wussten längst nicht immer, ob es sich um giftige Zutaten handelte.

Heute ist das Bierbrauen um einiges ungefährlicher. Spätestens seit dem deutschen Reinheitsgebot aus dem Jahre 1516 wird eigentlich nur noch aus Wasser, Hopfen, Malz und Hefe gebraut. Eigentlich – denn mit den Craft-Beeren kamen auch ungewöhnliche Mischungen zurück. Diese sind glücklicherweise nicht mehr mit den alten Gefahren der Germanenbiere für Leib und Leben verbunden.

Bier und Meer: Wie das Land, so das Bier

Bier und Meer haben weit mehr Gemeinsamkeiten als Spritzigkeit und Schaum. Auch wenn Bayern das erklärte Bierland in Deutschland ist – auch die Bierkultur im Norden kann auf eine lange Tradition zurückschauen. In den windigen und oft rauen Landstrichen wird bis heute überwiegend Pils getrunken. Kein mildes Getränk, das nordische Bier ist im Vergleich mit den rheinischen, den mitteldeutschen oder den bayerischen Bierstilen wie dem Weizen oder anderen Biersorten eher herb. Natürlich gibt es hier auch Unterschiede. Wir werfen mal einen Blick auf die nordischen Bierhersteller.

Das Bier nach Pilsener Brauart ist das Nordische, ein schönes Helles mit besonderem Geschmack. Auch wenn es ursprünglich aus dem Böhmischen Pilsen stammt. Der untergärige, kräftig gehopfte Bierstil ist eher hell und klar, erfrischend und allenfalls unterschwellig malzig. Typisch ist auch die kräftige Schaumkrone. Die Stammwürze liegt meistens zwischen 11 und 11, 9 °P, der Alkoholgehalt bei rund 4,7 und 5,1 Volumenprozent. Es ist stärker gehopft als obergärige Biere – und besonders hopfenbetont sind die norddeutschen Biere – gibt es übrigens auch alkoholfrei.

In Sachen Bier gibt es ein Nord-Süd-Gefälle. In Meeresnähe mag es der Biertrinker eher herb. Mit einem Anteil von mehr als 60 Prozent am Biermarkt hat das es deutlich die Nase vorn. Schauen wir in Richtung Österreich, dann liegt der Marktanteil für die Pilsener Brauart nur noch bei ca. drei Prozent.

Friesisch herb

Friesland: Hier gibt es nicht nur Deiche, Schafe, Krabbenkutter und kräftige Nordseestürme – in Friesland wird das Jever gebraut. Das herbe, aber spritzige Friesen-Pils mit einer ausgeprägten Hopfenbittere.

Nicht weit von Jever entfernt präsentiert sich die Bremer Biererzeuger Beck mit Ihrem kaum weniger bekannteren Beck’s. Das Beck’s ist ebenfalls sehr hopfenbetont, wird aber von vielen Bierkennern als etwas milder als das des friesischen Nachbarn bezeichnet. Übrigens gehört die Brauerei Beck zu den größten deutschen Biererzeugern und zählt auch überregional zu den bekanntesten deutschen Biermarken.

Von der Förde bis nach Dithmarschen

Ganz hoch im Norden, in unmittelbarer Nähe zur Flensburger Förde, ist das Flensburger “zuhause”. Deutlich stark gehopft und in etwa wie der Gerstensaft aus Jever. Das Bier der Förde wird im Brauhaus Emil Petersen hergestellt. Und das schon seit 1888 im Familienunternehmen. Die Flasche mit dem “Plopp” hat den Bügelverschluss als Markenzeichen bis heute behalten.

In Schleswig-Holstein wird das Dithmarscher gebraut. Ein norddeutsches Traditionsbier, das zwar nordisch herb ist, aber dennoch etwas milder als das “Flens” oder das Jever ist. Wobei hier die Meinungen auch auseinander gehen. Über Geschmäcker lässt sich eben nicht streiten.

Das Hanse Bier

Norddeutsches Bier war für den Aufstieg der Hanse bedeutend. Im 14. Jahrhundert produzierten allein in Hamburg mehr als 400 Brauhäuser ihr eigenes Getränk. Der Bierhandel über die Stadtgrenzen hinaus boomte. So wurde das Bier in die Niederlande, nach Flandern und England – und sogar bis nach Island verschickt. Gebrautes aus den Küstenregionen war ein Exportschlager.

Heute gehört das Astra zu den populärsten Hamburger Bieren. Seit einigen Jahren wird es sogar wieder auf dem Kiez produziert. Das Kultbier mit Reeperbahn-Image gehört zum Holsten Brauhaus. Bekannt ist vor allem der Astra Urtyp, der mit einer leichten Bittere und rund 4,9 Prozent Alkohol daherkommt.

Seit einigen Jahren gibt es in norddeutschen Küstenregionen immer mehr kleine Craft-Brauereien und neue Mini-Brauereien, die zwar traditionell brauen, sich aber auf das mildere New-Style-Pilsner ausrichten. Das hat ein geringeres Hopfenaroma und enthält in der Regel auch weniger Alkohol.

Hopfenanbau auf Sylt

Wir kennen alle die Hallertau als bayerisches Hopfenanbaugebiet. Tatsächlich aber lagen im 14. und 15. Jahrhundert die größten Hopfengebiete in Norddeutschland. Der Hopfen wurde nicht nur rund um die nordischen Klöster und Hausbrauereien angebaut – das größte Anbaugebiet lag zwischen Hornburg, Braunschweig und Magdeburg.

Heute liegt das nördliche Anbaugebiet auf Sylt. Nun ja, zwar nur auf rund 3000 Quadratmetern – dennoch erfreut sich der Sylter Hopfen großer Beliebtheit. Er kommt allerdings bisher nur in einer kleinen Privatbrauerei zum Einsatz. Angepflanzt wird eine englische Hopfensorte, die gut mit dem rauen Klima und den starken Winden auf Sylt zurechtkommt. Sylter Hopfen, so heißt auch das eher milde Gebraute der kleinen Brauerei.

Als Hobbybrauer – oder als zukünftiger Hobbybrauer – braust du natürlich dein eigenes Unvergleichliches zum Tag des Meeres. Unser Vorschlag: ein Pilsener mit einer spritzigen Meeresbrise.

Rezept: Pilsener mit Meeresbrise

Das Pilsrezept unserer Sommeliere ist bei Hobbybrauern beliebt. Es ist herb, frisch und absolut spritzig. Mit einer Stammwürze von 11,9 Prozent und einem Alkoholanteil von 4,4 Prozent ist es ein typisches nach Pilsener Brauart.

Die Gärdauer beträgt rund sieben Tage, für die Reifezeit solltest du nochmal vier Wochen einplanen.

Hier findest du das komplette Rezept inklusive der fertigen Maischemischung.

Getrunken wird das Pils zum Tag des Meeres in Kühlschranktemperatur, bei ca. sechs bis acht Grad. Es passt deftig geräucherter Fisch, Nüsse und pikante Käsesorten.

Prost!

Wenn du mehr erfahren möchtest, findest du weitere Informationen auf unserem Blog oder unserer Facebook Seite.

Nur für euch

unser Sommeliere Pils-Rezept!

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