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Pale Ale

Bei unserer Umfrage, welches Bier unsere Hobbybrauer im kommenden Jahr unbedingt brauen wollen, landete Pale Ale auf Platz 2! Das kupferfarbenen Hopfenbräu der Briten. Der englische Klassiker ist vor allem bei Craftbierbrauern beliebt. Pale Ale ist hopfenlastig und obergärig – jedenfalls in seiner klassischen Form. Was du beim Geschmack, der Hefeauswahl und im Brauprozess beachten musst – dazu mehr in unserem Beitrag. Natürlich wieder mit einem tasty Rezept-Tipp!

Was ist Pale Ale Bier?

Es gehört zu den Lieblingsbieren von Freunden der englischen Braukunst. Mittlerweile gibt es viele unterschiedliche Brautechniken und Varianten des Pale Ale – mit völlig verschiedenen Geschmacksrichtungen. So ist eine ganze Sammlung von Bierstilen entstanden, die unter dem Begriff Pale Ale zusammengefasst werden.

Das erste Pale Ale wurde im England des 18. Jahrhunderts hergestellt – und hängt unmittelbar mit der Erfindung des Koks zusammen! Mithilfe von Koks liess sich die Temperatur der Darre besser kontrollieren. Hellere Malzarten konnten so produziert werden.

Pale Ale – sozusagen ein Vorläufer der hellen Biere, ohne das es möglicherweise bis heute kein helles Bier und auch kein Pils geben würde.

Wir haben uns den Klassiker angesehen – der übrigens auch hierzulande extrem beliebt ist. Vor allem in den Wintermonaten, obwohl das Pale Ale, wie der Name schon sagt, eher zu den hellen Bieren gehört. Und diese sind normalerweise nicht die üblichen Winterbiere. Ein paar Eckdaten zum blassen (pale) Ale:

  • Der Klassiker wird durch die Zugabe von hellem Malz (palemalt) zubereitet.
  • Das Bier ist stark hopfenbetont und obergärig.
  • Es hat meist einen Alkoholgehalt von rund 5 Prozent
  • Die Stammwürze liegt zwischen 10 und 15 °P.

Pale Ale Geschmack

Da sich das Pale Ale in sehr viele verschiedene Stile aufsplitten lässt, gehen auch die Geschmäcker in unterschiedliche Richtungen. Die Farben reichen von hellem Strohgelb bis hin zu Kupfergold und Bernstein. Das ehemalige Blasse ist also mit der Zeit etwas “nachgedunkelt”.

Zurück zum Klassiker sehen wir, dass die Note sich je nach verwendeter Hopfensorte etwas unterscheidet. Durch die späte Hopfengabe während des Brauprozesses überwiegt das Hopfenaroma im Verhältnis zum Malz. Geschmacklich ergeben sich häufig leichte Fruchtnoten – mit Assoziationen von Grapefruit bis Zitrus. Ein besonders intensives Fruchtaroma lässt sich durch das Kalthopfen mit den Hopfensorten Cotra oder Cascatde erzielen.

Wo ursprünglich nur die klassischen britischen Hopfen verwendet wurden kommen heute andere, darunter auch exotische, Hopfensorten zum Einsatz.

Häufig eingesetzte Hopfensorten:

  • Cascade-Hopfen
  • Perle
  • Citra
  • Mandarine Bavaria
  • Hallertauer Tradition
  • Tettnanger Hallertau
  • Harvest Mittelfrüh
  • Centennial

Insgesamt ist das Pale Ale ein eher mildes Bier, das sich dennoch durch eine leichte Herbe auszeichnet. Gerade die interessante Kombination aus hopfigem Fruchtcharakter und dezenter Bittere machen das englische Bier so beliebt. Eine Craftbierbrauerei ohne Pale Ale auf der Getränkekarte? Ein absolutes No-Go.

Pale Ale brauen - was ist wichtig?

Früher rösteten die Engländer ihr Pale Malt über offenem Koksfeuer. Der Effekt: Das Malz wurde heller, das Röstaroma fiel entsprechend milder aus. Heute braucht man für die Röstung von hellem Malz kein Koks mehr – im 19. Jahrhundert sah das aber noch anders aus.

Bei hohen Temperaturen bis zu 20 Grad erfolgt die spätere Gärung des Bieres. Teilweise kommen sogar bis über 30 Grad zum Einsatz. Das waren allerdings Ausnahmen. Die hohen Temperaturen förderten die Gärgeschwindigkeit – diese war deutlich kürzer als die von Lager- oder Kellerbieren.

Das Verhältnis zwischen Malz und Hopfen ist in den meisten Rezepturen relativ ausgeglichen. Wir empfehlen die Zugabe von etwas Karamellmalz. Das Pale Malt ähnelt in der Farbgebung dem Pilsner und Wiener Malz.

Pale Ale Hefe

Obergäriges Bier braucht eine obergärige Hefe. Wir verwenden fürs Pale Ale die Hefe Safale US-05. Bei einer Gärdauer bei ca. 20 Grad von rund einer Woche – in Kombination mit einer Stammwürze von 2,8 Prozent bei Abfüllung. Safale gehört zu den beliebtesten Ale-Hefen. Das hängt zum einen damit zusammen, dass sie sehr zuverlässig ist. Sie sorgt für eine schnelle Vergärung. Die Anwendung ist sehr einfach und meistens auch für Bierbrau-Anfänger kein Problem.

Die Hefe benötigt einige Zeit, um sich anzusetzen. Damit möglichst wenig Nebenprodukte anfallen, empfehlen Bier Brauer oft eine Vergärung im unteren Teil der Temperaturspanne. Die Karbonisierung liegt idealerweise im mittleren Bereich.

Eine Alternative zur Safale  ist die Chico-Hefe.

Sowohl die Safale US-05 als auch die Chico-Hefe verleihen dem Ale eine leicht estrige Note. Das wiederum unterstreicht die fruchtige Geschmacksnote – ähnlich wie bei den Hefeestern vom Weizenbier.

Pale Ale selber brauen

Pale Ale selber brauen ist nur etwas für Profis? Weit gefehlt! Das beliebte Bier eignet sich hierfür perfekt. Zum einen ist es durch die unkomplizierte Hefe relativ einfach gebraut. Die Gärzeit ist kurz, auch die Reifezeit ist je nach Rezept übersichtlich. Du kommst also als angehender Hobby-Braumeister sehr schnell in den Genuss deines Selbstgebrauten.

Hinzu kommt noch, dass das obergärige Bier insgesamt – gerade für Einsteiger – wesentlich leichter herzustellen ist als untergäriges.

Im Grunde also das perfekte Bier für Anfänger. Du möchtest weitere Bierrezepte testen, als Hobbybrauer durchstarten oder ein Brauset für Einsteiger zu Weihnachten verschenken? Dann füll einfach unser Formular aus und wir schicken dir unser kostenfreies Braubuch für Einsteiger zu. Mit vielen einfachen und guten Rezepten.

In allen unseren Einsteigersets erhältst du zusätzlich Malzmischungen für das Bier deiner Wahl. Auch eine Pale Ale Mischung – damit gelingt der Brauansatz in jedem Fall.

Pale Ale Rezept

Bei diesem Rezept handelt es sich um etwas dunkleres – eher goldfarbenes – Ale. Mit einer leichten Zitrusnote und einem würzig-blumigen Aroma. Der Alkoholanteil liegt bei 5,5 Prozent, die Stammwürze bei 13 Prozent. Der Ansatz umfasst insgesamt 20 Liter. Nach der Gärdauer von 5 Tagen dauert die gesamte Reifezeit 5 Wochen.

Für unsere Rezeptur verwenden wir das Pale Ale Malz und das Cara Dunkel.

Eingemaischt wird bei rund 60 Grad und in drei Rasten. Die Temperatur fürs Abmaischen sollte 78 Grad betragen. Wichtig: Ohne ein exaktes Brauthermomenter geht es nicht! Achte hier auf Qualität.

Wir verwenden Columbus und Cascade Hopfen. Wobei du mit dem Columbus Hopfen zu Kochbeginn startest, und die Hopfengaben mit Cascade Hopfen erfolgen. Zu den Mengenangaben und zum detaillierten Rezept geht es HIER.

Das fertige Pale Ale wird idealerweise bei ca. 6 Grad getrunken. So entfaltet sich das Aroma am besten. Das Bier passt mit seinem blumigen Aroma zu Geflügelgerichten, zu leichten Grillgerichten oder zum Käsedessert!

Cheers!

Unser Pale Ale Rezept

für dein perfektes Bier findest du hier

2 Antworten

  1. Euer Pale Ale Set war mein erstes, im Einkocher gebrautes Bier und fand großen Zuspruch. Noch ohne Kühlung, durfte die Maische über nacht abkühlen und am nächsten Tag wurde Hopfen gekocht. Da der Einkocher nicht besonders gut kochte und ich länger brauchte als im Rezept angegeben, hatte ich am Ende ein echt bitteres aber unglaublich fruchtig leckeres Bier in der Flasche!
    P.S. Das Grundrezept eignet sich bestimmt gut für weitere Hopfenexperimente.
    Viele Grüße

    1. Hallo Markus,
      wir freuen uns sehr wenn dir dein Bier gelungen ist und vor allem wenns schmeckt! Halt uns doch auf dem Laufenden über deine Hopfenexperimente, wir sind sehr gespannt.
      Liebe Grüße
      Yvonne

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