REZEPT HELLES obergärig

ein leicht malziges, fein-würziges und süßlich erfrischendes Bier für ca. 20 Liter obergäriges Helles mit 4,9% Alkohol und einer Stammwürze von 12% 

 

Schüttung:

  • 3700 g Pilsener Malz 
  • 650 g Weizen Malz hell 

Brauwasser:

  • 16 l Hauptguss 
  • 12 l Nachguss bei 78°C 

Maischen:

Einmaischen bei 50°C 

1.Rast: 20 Minuten bei 52°C
2.Rast: 40 Minuten bei 63°C
3.Rast: 30 Minuten bei 72°C
Abmaischen bei 78°C

Hopfen kochen:

  • Hallertau Tradition
  • 90min Kochung bei 100°C
  • 32 g Hallertauer Tradition bei Kochbeginn

Gärung und Reifung:

  • 7 g obergärige Hefe bei 18-25°C Gärtemperatur
  • Abfüllzeitpunkt: Stammwürze 3,0% Gärdauer ca. 7 Tage 
  • Karbonisierung mit 4,5 – 5,5 g/l 
  • Reifezeit 5 Wochen 

Sonstiges:

  • Stammwürze 12%
  • Alkohol 4,9%
  • Bittere 22 IBU
  • Farbe 16 EBC
  • Sudhausausbeute 75%

Unsere Empfehlungen:

Trinktemperatur Helles

8°C somit 10 Minuten vor dem Trinken aus dem Kühlschrank nehmen.

Trinkglas 

leicht bauchiges Glas oder Bierkrüge.

Bitte nicht aus der Flasche trinken, da ihr einerseits das Aroma eures Bieres nicht genau mitbekommt und andererseits die Farbe nicht sehen könnt. Außerdem habt ihr ein naturtrübes, ungefiltertes Bier erschaffen mit Hefesatz. Den Hefesatz jedoch in der Flasche lassen. 

Passt zu 

Zu diesem leicht malzigem, fein-würzigem und süßlich erfrischendem Bier passen die leichteren bayrischen Speisen mit Schwein sowie cremige Suppen, grüne Salate, weißem Fisch, milder Käse wie Gouda und natürlich auch Brezeln.

Alle Zutaten für unsere Bier Rezepte

findest du hier in unserem Onlineshop.

17 Antworten

  1. Hallo Liebes Team,

    ich stehe noch am Anfang meier Brau Karriere.

    Ich habe dieses Bier gebraut und nun in den Fermzilla gefüllt. Dieser hat auch bereits die Druckanschlüsse.
    Eine Co2 Flasche ist auch vorhanden.

    Ich bin mir nun unsicher wie es mit der Kühlung von statten geht darüber habe ich nichts gelesen.

    Soll ich den behälter wärend der Gärung komplett verschließen und so Druckaufbauen zu lassen?
    Bei welcher Temp. soll die Gärung in den ersten 7 Tagen haben.
    Welche temperatur dann in der Reifezeit?

    Alternativ würde ich es dann auch in Flaschenabfüllen.

    Können Sie mir bitte eine Anleitung/ Information zukommen lassen?

    Bitte Helfen Sie mir.

    Danke

    1. Hallo,
      gern helfen wir.
      Die gute Nachricht: das obergärige Helle muss mit seiner obergärigen Hefe bei 18°C bis 25°C maximal gären. Dafür reicht ein Raum im Hause oder in der Wohnung der stabil die Temperatur halten kann. Die Gärung sollte nach 5- 7 Tagen durch sein. Sobald keine Bläschen mehr am Gärspunden aufsteigen ist das Bier abfüllreif. Sofern im Zweifel, lieber einen Tag länger im Fermzilla belassen. Der Druck wird gewöhnlich durch das luftdichte Verschließen des Fermenters erreicht. Dazu muss kein weitere CO² zu gegeben werden. Der Fermzilla ermöglicht eine Reifung unter Druck. Dadurch wird das Bier schneller reif, braucht also nicht so lange in der Hauptgärung. Da noch viele Sude unter zusätzlichem Druck folgen können, schlage ich hier ein „einfache“ Gärung ohne zusätzliches CO² vor. Ansonsten müssten Sie bitte die Anweisungen des Herstellers von Fernmilla kontaktieren, um den richtigen Bar Wert zu erfragen.
      Die Reifezeit ist ca. 5 Wochen bei Kellertemperatur. Sofern möglich kann das Bier auch im Kühlschrank bei 4-6°Grad in die Nachgärung. Ich persönlich finde, dass das Bier dann feinperliger und aromatischer durchgereift ist.
      Für weitere Infos zur Abfüllung schlage ich unser eBook vor. Hier können Sie nützliche Tipps und Tricks nicht nur zum Brauen sondern auch zur Abfüllung nachlesen.
      Viel Erfolg und Prost!
      wünscht Anja

  2. Hallo, ich braue das obergärige Helle seit 2 Jahren nach dem Rezept was vorher als PDF hier zu Verfügung stand. Im Jetzigen habe ich gesehen das die Rast- Stufen anders sind.ist das richtig? Und eine weitere Frage: Die Kochzeit war früher 60 bis 90 min je nachdem wie herb es sein soll. Jetzt nur 90 min Hat sich da auch was geändert? Vielen Dank im Voraus. MfG Gunther Rauch

    1. Hallo Herr Rauch,
      danke, dass Sie schon seit 2 Jahren „Helle“ Kunde sind. Sie haben es korrekt bemerkt bzgl. der Raststufen. Wir haben alle unsere Rezepte überprüft und nach den neuesten Erkenntnissen angepasst.
      Mittlerweile sind die eingekauften Malze von so guter Qualität, dass die darin befindlichen Aminosäuren schon gut gelöst sind. Das Lösen von Aminosäuren vollzieht sich zwischen 45°C – 55°C. Daher Maischen wir jetzt bei 50°C ein und gehen dann schneller auf die Maltoserast, die ihr Wirkungsoptimum zwischen 60 – 65°C hat.
      Sofern ihre Hefe ungenügend arbeitet und Gärstörungen auftreten, können Sie auch weiterhin mit dem alten Rezept arbeiten. Denn die Temperaturstufen der Eiweißrast zwischen 45°C – 55°C sind u.a. für die Nährstoffversorgung insbesondere die Vermehrung der Hefe während der Gärung verantwortlich. Ansonsten gern die neue Version ausprobieren und uns davon berichten, wenn Sie mögen.
      Bzgl. der Dauer der Kochzeit: je länger der Hopfen in der Würze verbleibt desto bitterer wird das Bier. Rezeptseitig haben wir die Menge des Hopfens mit seinen Bitterstoffen auf den jeweiligen Bierstil berechnet. Wenn die Würze weniger als 90 Minuten kocht, können ggf. nicht alle unerwünschten Aromastoffe ausgetrieben oder wie der Brauer gern sagt „ausgestunken“ werden.
      Daher meine Empfehlung: sofern Sie ein nicht so hopfiges Helles möchten, nehmen Sie ein paar Gramm Hopfen weniger bei Kochbeginn.
      Ich bin gespannt, was Sie berichten.
      Viel Erfolg und Prost!
      wünscht Anja

  3. Liebes Team,

    Ich stehe noch ganz am Anfang meiner „Braukarriere“ und habe erst seit Sude angesetzt. Ich würde mich gerne mal an diesem Rezept versuchen und möchte aber gerne nur die halbe Menge an Würze ansetzen. Kann ich alle Zutaten und Mengenangaben ganz einfach halbieren ?

    Liebe Grüße,

    Niklas Schmidt

    1. Hallo lieber Niklas,
      kurze Antwort ist ja. Falls du jedoch das Braupaket von uns gekauft hast, bitte unbedingt steril bei der Aufteilung der Päckchen Hefe und Hopfen arbeiten. Das heißt, du nutzt vorher desinfizierte Handschuhe und nimmst mit einem desinfizierten, sauberen Löffel die Hälfte der Hefe bzw. des Hopfens aus der Tüte. Vorher müssen jedoch auch Schere und Tüte selber desinfiziert werden. Danach wieder gut verschließen und in den Kühlschrank. Bei Hopfen hat es sich bewährt mit einem Vakuumiergerät zu arbeiten.
      Viel Erfolg.
      Liebe Grüße
      Anja

  4. Hallo,
    Ich wollte das Rezept ebenfalls mit Freunden probieren. Wir fragen uns gerade wie wir den Hopfen hinzugeben müssen? In Der Anleitung steht „hallertauer Hopfen“ und in der 3. Zeile 32g bei Kochbeginn. Heißt es das ledigilich 32g zu Kochbeginn rein kommen? Oder wie hoch ist die Startgabe?

    1. Hallo Alexander,
      das ist korrekt interpretiert. Der Hopfen wird zugegeben sobald die Würze wallend kocht. Da der Helle Bierstil durch die Malze lebt kommt kein weiterer Hopfen zur Aromatisierung zu einem späteren Zeitpunkt hinzu.
      Viel Erfolg beim Brauen und Prost! sagt Anja

  5. Liebes Team,

    ich habe das Bier nachgebraut und es hat auch alles super geklappt soweit. Lediglich meine Stammwürze war mit 16 Grad Plato höher als angegeben, sodass ich mit kaltem Wasser gestreckt habe und so auch auf ca. 20l im Gäreimer kam (und auf eine Würze von 12,4 Grad Plato). Ich habe 7g obergärige Hefe in abgekochtem und erkaltetem Wasser aufgelöst, 20 Minuten ruhen lassen und bei knapp 24 Grad Celsius der Stammwürze hinzugegeben. Diese hat auch wunderbar reagiert, aber bereits nach einem Tag blubbert nichts mehr, aber meine Würze liegt noch bei 5,5 Grad Plato. Habe ich vielleicht doch einen Fehler bei der Hefe gemacht? Oder gärt es still und heimlich weiter ohne dass der Gärspund groß blubbert ? Soll ich ggf. nochmal den Eimer öffnen und weitere Hefe hinzugeben ? Ich hab noch nicht so viel Erfahrung und dachte ich frage nochmal nach.

    Vielen Dank vorab und bleibt gesund!

    1. Hallo lieber Niklas,
      wunderbar, dass beim Nachbrauen alles so gut geklappt hat. Da die Hefe gut dehydriert war und mit einer rechten hohen Temperatur starten konnte, hat sie wahrscheinlich sehr schnell Gas gegeben. Das jetzt keine Reaktion im Gärröhrchen zu sehen ist, braucht die nicht zu beunruhigen. Die Hefe arbeitet solange „ruhiger“ weiter bis sie nichts mehr zum Knabbern hat. Bitte weiterhin die Stammwürze messen. Diese sollte sich in den nächsten Tagen noch nach unten bewegen. Bitte jedoch auf keinen Fall zusätzliche Hefe dazu geben. Du kannst gern auch einmal in den Gärbehälter hinein schauen, wie die Kräusungsdecke – also die Oberfläche der Würze – aussieht. Hier sollten immer noch Hefeflecken auf der Oberfläche sichtbar sein.
      Wichtig für die Zukunft: sofern dein Grad Plato zu hoch sein sollte, immer mit kochenden Wasser die Würze verdünnen. Also die Stammwürzemessung direkt am Ende der Kochzeit vornehmen. Dann kann im Heißbereich das Wasser zu gegeben werden und eine mögliche bakterielle Infektion durch Wasserzugabe im Kaltbereich vermieden werden.
      Viel Erfolg weiterhin und Prost wünscht Anja vom Team Gastro Brennecke

  6. Liebes Team,

    vielen lieben Dank für das Rezept. Ich hätte eine Frage zur Hefe und zwar steht im Rezept 7g obergärige Hefe – hättet ihr dazu eine genauere Bezeichnung, welche Hefe genau ihr für dieses Rezept empfehlen würdet ?

    Vielen lieben Dank für eure Rückmeldung

    1. Hallo lieber Tobi,
      gern helfen wir dir weiter. Die Hefe ist von BrauPartner, eine englische obergärige Allrounder Hefe hier bei uns im Shop zu finden: https://gastro-brennecke.de/de/brauereiartikel/bierhefe/bierhefe-trocken-obergaerig.html.
      Du kannst auch die Danstar Nottingham nehmen. Auch liebevoll Notti genannt und hier zu finden: https://gastro-brennecke.de/de/brauereiartikel/bierhefe/danstar-nottingham-ale-11-g.html Auch hervorragend geeignet falls mal eine Gärung nicht ankommen sollte. Notti wird es schon richten als zusätzliche Hefe!
      Viel Spaß beim Brauen und lass uns wissen, welche Hefe du genommen hast.
      Prost! wünscht Anja vom Gastro Brennecke Team

  7. Moin, danke einer freundlichen Beilage hatte ich das Braupaket Helles mit in einer Lieferung.
    Da ich für meine Tochter etwas eigenes machen wollte – habe ich das Paket ein wenig „verlängert“ um auf 31 ltr. Jungbier zu kommen.
    Der neue Fermzilla sollte das erste mal eingesetzt werden – kann ich nur empfehlen, besonders das Abfüllen ging sehr gut und sauber, da die Hefe schon im Auffangbehälter des Fermenters lag.

    Ich habe mal mein Rezept als Link angefügt . Ich habe das erste mal eine Teilmaische abgezogen und dann nach Ruhe und Kochen zugefügt – ich finde der Geschmack wird dadurch echt besser ( Dekoktionsverfahren).
    Wenn Interesse an dem Ergebniss besteht – PM .

    Wir finden – der feine Geschmack ist eigentlich erst nach mindestens 3-4 Wochen Reife richtig da. Hier habe ich jetzt schon einen tollen Geschmack erlebt… ( Braudatum 27.02.22 abgefüllt 06.03.22 – getestet 21.03.22)

    Danke und VG Gregor von „Starenbräu“

  8. Ich habe heute das Bier einmal ausprobiert und habe leider ein sehr dunkles Helles als Endprodukt erhalten (eher 35-40 EBC). Da es meik erstes Bier war bin ich etwas verwundert. Woran kann das gelegen haben? Habe mich eigentlich genau an das Rezept gehalten und auch etwa 14 grad Plato. Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen

    1. Hallo Henric,
      wenn ich dich richtig verstehe, hast du das Bier gerade erst gebraut und es muss jetzt noch Gären bzw. in die Nachgärung. Falls dies der Fall ist, wird das trinkfertige Bier zum Schluss durch eine gute Klärung deutlich heller werden. Gute Klärung bedeutet in Ruhe idealerweise Kühlschrankkühl 5 Wochen reifen lassen. 
      Falls das Bier nach abgefüllt werden soll, möglichst mit wenig Hefe abfüllen. Das verbessert auch noch einmal die Farbe.
      Und als mögliche Fehlerquelle für die Zukunft: beim Maischen und Kochvorgang darauf achten, dass die Hitze gleichmäßig verteilt ist (z.B. kein Anbrennen am Boden) 
      Auch sauerstoffarmes Arbeiten kann helfen, so dass keine unnötige Oxidation im Bier passiert. Hier ist jedoch eher der Kaltbereich gemeint, denn Sauerstoffeintrag beim Läutern hat geringe farbgebende Wirkung.
      Ich hoffe, dass hilft dir schon einmal. Lass uns wissen, wie dein Endprodukt sein wird.
      Viel Erfolg und Prost! wünscht Anja vom Team Gastro Brennecke

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17 Antworten

  1. Hallo Liebes Team,

    ich stehe noch am Anfang meier Brau Karriere.

    Ich habe dieses Bier gebraut und nun in den Fermzilla gefüllt. Dieser hat auch bereits die Druckanschlüsse.
    Eine Co2 Flasche ist auch vorhanden.

    Ich bin mir nun unsicher wie es mit der Kühlung von statten geht darüber habe ich nichts gelesen.

    Soll ich den behälter wärend der Gärung komplett verschließen und so Druckaufbauen zu lassen?
    Bei welcher Temp. soll die Gärung in den ersten 7 Tagen haben.
    Welche temperatur dann in der Reifezeit?

    Alternativ würde ich es dann auch in Flaschenabfüllen.

    Können Sie mir bitte eine Anleitung/ Information zukommen lassen?

    Bitte Helfen Sie mir.

    Danke

    1. Hallo,
      gern helfen wir.
      Die gute Nachricht: das obergärige Helle muss mit seiner obergärigen Hefe bei 18°C bis 25°C maximal gären. Dafür reicht ein Raum im Hause oder in der Wohnung der stabil die Temperatur halten kann. Die Gärung sollte nach 5- 7 Tagen durch sein. Sobald keine Bläschen mehr am Gärspunden aufsteigen ist das Bier abfüllreif. Sofern im Zweifel, lieber einen Tag länger im Fermzilla belassen. Der Druck wird gewöhnlich durch das luftdichte Verschließen des Fermenters erreicht. Dazu muss kein weitere CO² zu gegeben werden. Der Fermzilla ermöglicht eine Reifung unter Druck. Dadurch wird das Bier schneller reif, braucht also nicht so lange in der Hauptgärung. Da noch viele Sude unter zusätzlichem Druck folgen können, schlage ich hier ein „einfache“ Gärung ohne zusätzliches CO² vor. Ansonsten müssten Sie bitte die Anweisungen des Herstellers von Fernmilla kontaktieren, um den richtigen Bar Wert zu erfragen.
      Die Reifezeit ist ca. 5 Wochen bei Kellertemperatur. Sofern möglich kann das Bier auch im Kühlschrank bei 4-6°Grad in die Nachgärung. Ich persönlich finde, dass das Bier dann feinperliger und aromatischer durchgereift ist.
      Für weitere Infos zur Abfüllung schlage ich unser eBook vor. Hier können Sie nützliche Tipps und Tricks nicht nur zum Brauen sondern auch zur Abfüllung nachlesen.
      Viel Erfolg und Prost!
      wünscht Anja

  2. Hallo, ich braue das obergärige Helle seit 2 Jahren nach dem Rezept was vorher als PDF hier zu Verfügung stand. Im Jetzigen habe ich gesehen das die Rast- Stufen anders sind.ist das richtig? Und eine weitere Frage: Die Kochzeit war früher 60 bis 90 min je nachdem wie herb es sein soll. Jetzt nur 90 min Hat sich da auch was geändert? Vielen Dank im Voraus. MfG Gunther Rauch

    1. Hallo Herr Rauch,
      danke, dass Sie schon seit 2 Jahren „Helle“ Kunde sind. Sie haben es korrekt bemerkt bzgl. der Raststufen. Wir haben alle unsere Rezepte überprüft und nach den neuesten Erkenntnissen angepasst.
      Mittlerweile sind die eingekauften Malze von so guter Qualität, dass die darin befindlichen Aminosäuren schon gut gelöst sind. Das Lösen von Aminosäuren vollzieht sich zwischen 45°C – 55°C. Daher Maischen wir jetzt bei 50°C ein und gehen dann schneller auf die Maltoserast, die ihr Wirkungsoptimum zwischen 60 – 65°C hat.
      Sofern ihre Hefe ungenügend arbeitet und Gärstörungen auftreten, können Sie auch weiterhin mit dem alten Rezept arbeiten. Denn die Temperaturstufen der Eiweißrast zwischen 45°C – 55°C sind u.a. für die Nährstoffversorgung insbesondere die Vermehrung der Hefe während der Gärung verantwortlich. Ansonsten gern die neue Version ausprobieren und uns davon berichten, wenn Sie mögen.
      Bzgl. der Dauer der Kochzeit: je länger der Hopfen in der Würze verbleibt desto bitterer wird das Bier. Rezeptseitig haben wir die Menge des Hopfens mit seinen Bitterstoffen auf den jeweiligen Bierstil berechnet. Wenn die Würze weniger als 90 Minuten kocht, können ggf. nicht alle unerwünschten Aromastoffe ausgetrieben oder wie der Brauer gern sagt „ausgestunken“ werden.
      Daher meine Empfehlung: sofern Sie ein nicht so hopfiges Helles möchten, nehmen Sie ein paar Gramm Hopfen weniger bei Kochbeginn.
      Ich bin gespannt, was Sie berichten.
      Viel Erfolg und Prost!
      wünscht Anja

  3. Liebes Team,

    Ich stehe noch ganz am Anfang meiner „Braukarriere“ und habe erst seit Sude angesetzt. Ich würde mich gerne mal an diesem Rezept versuchen und möchte aber gerne nur die halbe Menge an Würze ansetzen. Kann ich alle Zutaten und Mengenangaben ganz einfach halbieren ?

    Liebe Grüße,

    Niklas Schmidt

    1. Hallo lieber Niklas,
      kurze Antwort ist ja. Falls du jedoch das Braupaket von uns gekauft hast, bitte unbedingt steril bei der Aufteilung der Päckchen Hefe und Hopfen arbeiten. Das heißt, du nutzt vorher desinfizierte Handschuhe und nimmst mit einem desinfizierten, sauberen Löffel die Hälfte der Hefe bzw. des Hopfens aus der Tüte. Vorher müssen jedoch auch Schere und Tüte selber desinfiziert werden. Danach wieder gut verschließen und in den Kühlschrank. Bei Hopfen hat es sich bewährt mit einem Vakuumiergerät zu arbeiten.
      Viel Erfolg.
      Liebe Grüße
      Anja

  4. Hallo,
    Ich wollte das Rezept ebenfalls mit Freunden probieren. Wir fragen uns gerade wie wir den Hopfen hinzugeben müssen? In Der Anleitung steht „hallertauer Hopfen“ und in der 3. Zeile 32g bei Kochbeginn. Heißt es das ledigilich 32g zu Kochbeginn rein kommen? Oder wie hoch ist die Startgabe?

    1. Hallo Alexander,
      das ist korrekt interpretiert. Der Hopfen wird zugegeben sobald die Würze wallend kocht. Da der Helle Bierstil durch die Malze lebt kommt kein weiterer Hopfen zur Aromatisierung zu einem späteren Zeitpunkt hinzu.
      Viel Erfolg beim Brauen und Prost! sagt Anja

  5. Liebes Team,

    ich habe das Bier nachgebraut und es hat auch alles super geklappt soweit. Lediglich meine Stammwürze war mit 16 Grad Plato höher als angegeben, sodass ich mit kaltem Wasser gestreckt habe und so auch auf ca. 20l im Gäreimer kam (und auf eine Würze von 12,4 Grad Plato). Ich habe 7g obergärige Hefe in abgekochtem und erkaltetem Wasser aufgelöst, 20 Minuten ruhen lassen und bei knapp 24 Grad Celsius der Stammwürze hinzugegeben. Diese hat auch wunderbar reagiert, aber bereits nach einem Tag blubbert nichts mehr, aber meine Würze liegt noch bei 5,5 Grad Plato. Habe ich vielleicht doch einen Fehler bei der Hefe gemacht? Oder gärt es still und heimlich weiter ohne dass der Gärspund groß blubbert ? Soll ich ggf. nochmal den Eimer öffnen und weitere Hefe hinzugeben ? Ich hab noch nicht so viel Erfahrung und dachte ich frage nochmal nach.

    Vielen Dank vorab und bleibt gesund!

    1. Hallo lieber Niklas,
      wunderbar, dass beim Nachbrauen alles so gut geklappt hat. Da die Hefe gut dehydriert war und mit einer rechten hohen Temperatur starten konnte, hat sie wahrscheinlich sehr schnell Gas gegeben. Das jetzt keine Reaktion im Gärröhrchen zu sehen ist, braucht die nicht zu beunruhigen. Die Hefe arbeitet solange „ruhiger“ weiter bis sie nichts mehr zum Knabbern hat. Bitte weiterhin die Stammwürze messen. Diese sollte sich in den nächsten Tagen noch nach unten bewegen. Bitte jedoch auf keinen Fall zusätzliche Hefe dazu geben. Du kannst gern auch einmal in den Gärbehälter hinein schauen, wie die Kräusungsdecke – also die Oberfläche der Würze – aussieht. Hier sollten immer noch Hefeflecken auf der Oberfläche sichtbar sein.
      Wichtig für die Zukunft: sofern dein Grad Plato zu hoch sein sollte, immer mit kochenden Wasser die Würze verdünnen. Also die Stammwürzemessung direkt am Ende der Kochzeit vornehmen. Dann kann im Heißbereich das Wasser zu gegeben werden und eine mögliche bakterielle Infektion durch Wasserzugabe im Kaltbereich vermieden werden.
      Viel Erfolg weiterhin und Prost wünscht Anja vom Team Gastro Brennecke

  6. Liebes Team,

    vielen lieben Dank für das Rezept. Ich hätte eine Frage zur Hefe und zwar steht im Rezept 7g obergärige Hefe – hättet ihr dazu eine genauere Bezeichnung, welche Hefe genau ihr für dieses Rezept empfehlen würdet ?

    Vielen lieben Dank für eure Rückmeldung

    1. Hallo lieber Tobi,
      gern helfen wir dir weiter. Die Hefe ist von BrauPartner, eine englische obergärige Allrounder Hefe hier bei uns im Shop zu finden: https://gastro-brennecke.de/de/brauereiartikel/bierhefe/bierhefe-trocken-obergaerig.html.
      Du kannst auch die Danstar Nottingham nehmen. Auch liebevoll Notti genannt und hier zu finden: https://gastro-brennecke.de/de/brauereiartikel/bierhefe/danstar-nottingham-ale-11-g.html Auch hervorragend geeignet falls mal eine Gärung nicht ankommen sollte. Notti wird es schon richten als zusätzliche Hefe!
      Viel Spaß beim Brauen und lass uns wissen, welche Hefe du genommen hast.
      Prost! wünscht Anja vom Gastro Brennecke Team

  7. Moin, danke einer freundlichen Beilage hatte ich das Braupaket Helles mit in einer Lieferung.
    Da ich für meine Tochter etwas eigenes machen wollte – habe ich das Paket ein wenig „verlängert“ um auf 31 ltr. Jungbier zu kommen.
    Der neue Fermzilla sollte das erste mal eingesetzt werden – kann ich nur empfehlen, besonders das Abfüllen ging sehr gut und sauber, da die Hefe schon im Auffangbehälter des Fermenters lag.

    Ich habe mal mein Rezept als Link angefügt . Ich habe das erste mal eine Teilmaische abgezogen und dann nach Ruhe und Kochen zugefügt – ich finde der Geschmack wird dadurch echt besser ( Dekoktionsverfahren).
    Wenn Interesse an dem Ergebniss besteht – PM .

    Wir finden – der feine Geschmack ist eigentlich erst nach mindestens 3-4 Wochen Reife richtig da. Hier habe ich jetzt schon einen tollen Geschmack erlebt… ( Braudatum 27.02.22 abgefüllt 06.03.22 – getestet 21.03.22)

    Danke und VG Gregor von „Starenbräu“

  8. Ich habe heute das Bier einmal ausprobiert und habe leider ein sehr dunkles Helles als Endprodukt erhalten (eher 35-40 EBC). Da es meik erstes Bier war bin ich etwas verwundert. Woran kann das gelegen haben? Habe mich eigentlich genau an das Rezept gehalten und auch etwa 14 grad Plato. Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen

    1. Hallo Henric,
      wenn ich dich richtig verstehe, hast du das Bier gerade erst gebraut und es muss jetzt noch Gären bzw. in die Nachgärung. Falls dies der Fall ist, wird das trinkfertige Bier zum Schluss durch eine gute Klärung deutlich heller werden. Gute Klärung bedeutet in Ruhe idealerweise Kühlschrankkühl 5 Wochen reifen lassen. 
      Falls das Bier nach abgefüllt werden soll, möglichst mit wenig Hefe abfüllen. Das verbessert auch noch einmal die Farbe.
      Und als mögliche Fehlerquelle für die Zukunft: beim Maischen und Kochvorgang darauf achten, dass die Hitze gleichmäßig verteilt ist (z.B. kein Anbrennen am Boden) 
      Auch sauerstoffarmes Arbeiten kann helfen, so dass keine unnötige Oxidation im Bier passiert. Hier ist jedoch eher der Kaltbereich gemeint, denn Sauerstoffeintrag beim Läutern hat geringe farbgebende Wirkung.
      Ich hoffe, dass hilft dir schon einmal. Lass uns wissen, wie dein Endprodukt sein wird.
      Viel Erfolg und Prost! wünscht Anja vom Team Gastro Brennecke

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