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Weinprobe mit der Nase: was kann ich im Wein riechen?

Auch das gehört zur perfekten Weinverkostung: Das Glas wird nicht nur an die Lippen geführt, sondern auch an die Nase. Beurteilt werden neben dem Geschmack auch die Farbe, die Haptik auf der Zunge und der Geruch oder besser: das einzigartige Bouquet. Zur Weinverkostung gehören also alle Sinne. Geht es um den Weinduft, dann verrät dieser so einiges über deinen Lieblingstropfen. Über die Trauben, die Sonnenstunden und darüber, ob dieser noch frisch oder bereits korkig oder muffig ist. Alle Wein-Facts rund um Aroma und Weingeruch beschnuppern wir in diesem Beitrag. 

Was kann ich im Wein riechen?

Stell’ dir vor, dir werden die Augen verbunden und du sollst verschiedene Weine voneinander unterscheiden. Nur anhand des Aromas und des Geschmacks. Die größten Unterschiede würdest du bei diesem Experiment im Weingeruch feststellen – und nicht etwa im Geschmack. Allerdings hat der Geruch auch maßgeblichen Einfluss auf das Geschmacksempfinden – und andersherum. Unser Gehirn verknüpft die Signale von den Geschmacksknospen auf der Zunge mit den Geruchsrezeptoren in der Nase – und so erkennen wir die verschiedensten Aromen.

Der Weingeruch ist sehr vielfältig und vielschichtig und wird in drei verschiedene Kategorien unterteilt:

  1. Primäre Weinaromen: Dies sind die fruchtigen Noten, die in erster Linie von der Rebsorte stammen. Zu den typischen primären Aromen von Rotwein zählen beispielsweise Kirsche oder Pflaume. Bei Weißwein spricht man oft von primären Aromen wie Apfel oder Zitrus.
  2. Sekundäre Weinaromen: Die sekundären Aromen haben ihren Ursprung im Gärungsprozess. Hierzu gehört auch die Hefe.
  3. Tertiäre Weinaromen: Tertiäre Aromen entstehen in der Regel im Fass oder durch den Alterungsprozess eines Weins. Beispiele sind Tabak, Vanille oder Schokolade.

 

Übrigens: Nach Trauben riechen Weine tatsächlich nur in den seltensten Fällen.

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Wie kann ein Wein riechen?

Wenn du auch schon einmal eine Flasche im Supermarkt gekauft hast, hast du dir sicher das Etikett näher angesehen. Oft finden sich darauf kurze Beschreibungen zum Weinaroma. Für diejenigen von uns, die sich bisher eher weniger mit Weingeruch auseinandergesetzt haben, kann das eine Hilfestellung sein. Probiere es doch einfach mal aus. Kannst du die angegebenen Aromen erschnuppern? Oder erkennst du vielleicht etwas anderes? Wir sollten bei solchen Experimenten allerdings niemals aus den Augen lassen, dass Geschmäcker verschieden sind – und so ist es eben auch mit dem Geruchssinn.

Dennoch möchten wir dir die typischen Aromen von je drei Weißweinen und drei Rotweinen vorstellen, an denen du dich orientieren kannst.

3 Weißweine und ihre typischen Aromen:

  1. Riesling: grüner Apfel, Aprikose, Grapefruit, Honig
  2. Weißburgunder: Apfel, Birne, Quitte, Zitrusfrüchte
  3. Sauvignon Blanc: Grapefruit, Stachelbeere, Zitrone, Heu

 

3 Rotweine und ihre typischen Aromen:

  1. Dornfelder: Brombeere, Holunder, Sauerkirsche, grüne Paprika
  2. Spätburgunder: Erdbeere, Himbeere, Johannisbeere, Nelke
  3. Cabernet Sauvignon: Heidelbeere, Johannisbeere, Leder, Tabak

 

Gut zu wissen: Nicht nur die Rebsorte spielt eine ausschlaggebende Rolle beim Weingenuss. Denn auch das Klima und die Bodenqualität beeinflussen das Aroma. Wein aus der gleichen Rebsorte, aber auch unterschiedlichen Regionen, kann durchaus sehr verschieden duften. Weine aus kühleren Regionen riechen und schmecken meist frischer als solche aus wärmeren. Ob beispielsweise ein Cabernet Sauvignon in Frankreich oder in Australien heranreifen durfte, macht eben doch einen Unterschied.

Brennecke-Hinweis: Tatsächlich kann sich das Geruchsempfinden im Laufe des Lebens verändern. Sowohl das Alter als auch die Hormone, verschiedene Umwelteinflüsse und sogar die Gefühlslage haben einen Einfluss auf das, was wir riechen.

Warum riecht man am Wein?

Vielleicht hast du schon einmal an einer Weinprobe teilgenommen. Jeder Wein wird in drei Schritten mit verschiedenen Sinnen wahrgenommen. Zunächst beurteilst du die Farbe eines Weins. Dazu schaust du dir das Glas in unterschiedlichen Lichtverhältnissen an. Rot ist eben nicht einfach nur Rot – und Weiß nicht nur Weiß. Rein optisch lassen sich schon viele interessante Nuancen unterscheiden. Bevor du schließlich den ersten Schluck probierst, kommt es zum Geruchstest. Durch das Schwenken des Glases wird das Aroma erst vollständig freigesetzt. Der Weinduft liefert dir einen ersten Eindruck, was dich geschmacklich erwartet. Tatsächlich solltest du immer erst am Wein schnuppern, bevor du dann im Mund verkostest.

Auch ein wichtiger Punkt: In der Weinverkostung Fehler erkennen. Einige zeigen sich am Bouquet. Kommt dir der Geruch merkwürdig vor, solltest du zunächst abwarten, bevor du den Wein in den Ausguss schüttest. Hat dieser erst mal eine Viertelstunde lang “geatmet”, hat sich der seltsame Geruch oft schon wieder verflüchtigt. Hier nun eine kleine Auswahl der Geruchsmerkmale möglicher Weinfehler:

  • Das Aroma ist muffig oder korkig: Wenn Wein oder auch Korken muffig riechen, ist der Wein in der Regel nicht mehr genießbar. Das kann nämlich ein Anzeichen für die Bildung von Trichloranisol sein. Oder der Wein wurde durch chlorhaltige Reinigungsmittel Das ist der häufigste Weinfehler und kann auch bei Wein ohne Korken auftreten.
  • Der Wein riecht nach Essig: Jeder Wein enthält einen Anteil an Essigsäure. Wird dieser Anteil zu groß, ist der Wein ungenießbar. Gründe können zum Beispiel der Alkoholgehalt oder der pH-Wert
  • Der Weinduft erinnert an Geranien: Auch wenn der Wein nach Geranien riecht, solltest du ihn nicht mehr trinken. Sorbinsäure wird teilweise als Konservierungsmittel eingesetzt. Wird zu viel Sorbinsäure hinzugefügt, kippt der Wein.
  • Ein Geruch nach verfaulten Eiern oder Blumenkohl: Diesen Fall bezeichnet man als Böckser. Der unangenehme Geruch kommt durch Schwefelwasserstoff zustande. Auch diesen Wein solltest du nicht trinken.
  • Der Weingeruch erinnert an Lösungsmittel oder Nagellack: Durch die Bildung von Essigsäure entsteht der beißende oder stechende Geruch von Ethylacetat. Auch hier wird vom Verzehr abgeraten.
  • Ein Geruch nach Mottenkugeln oder Erbrochenem: Das kommt vorwiegend bei Weißweinen vor. Der Fehler befindet sich bereits in der Weinpflanze, bevor die Ernte beginnt. Finger weg.
  • Der Wein riecht nach Mäusekäfig: In diesem Fall wurde der gute Tropfen nicht ausreichend geschwefelt. Der Säuregehalt ist zu gering.

Wie nennt man den Geruch von Wein?

Der Weingeruch mit all seinen Aromen bezeichnet man im Fachjargon als Bouquet oder Bukett. Das Wort Bouquet stammt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie Blumenstrauß. Zu Deutsch sagt man zuweilen auch Bukett.

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