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Bier wird teurer: Ein Grund mehr, um selbst zu brauen?

Das nun auch noch. Bierfans lesen es in diesen Tagen mit Entsetzen: Das Bier soll deutlich teurer werden – laut Angaben des Brauereiverbandes bis zu 30 Prozent. Die steigenden Energiepreise machen also auch vor den Brauereien und vor den Rohstoffpreisen für den beliebten Gerstensaft nicht halt. Auch wenn insgesamt mit höheren Kosten für Braumalz, Hefe und Zubehör wie Bierflaschen zu rechnen ist – Bier selber brauen dürfte zukünftig die deutlich günstigere Alternative zum Markenbier aus der Lieblingsbrauerei sein.

 

Brauereien rechnen mit Preiserhöhungen um bis zu 30 Prozent

Holger Eichele, Geschäftsführer des Deutschen Brauereibundes gibt in seinem Interview mit der Bild Zeitung bekannt, dass die Preise bereits seit einem Jahr “durch die Decke gehen”. Angefangen von den Europaletten über Malz bis hin zu Bierdeckel und Kronkorken. Preissteigerungen dieser Art habe es seit Jahrzehnten nicht gegeben. Laut Eichele sind die Energiekosten im Laufe eines Jahres um bis zu 250 Prozent gestiegen. Und die Gaskosten um ganze 430 Prozent. Diese Entwicklung betrifft den gesamten Brauprozess, die Logistik, den Abfüllprozess und die Verpackung. Ein Beispiel: Allein die Europaletten sind um rund 150 Prozent teurer geworden – solche Kosten wirken sich zwangsläufig auf den Verkaufspreis aus. Der Verband der Brauereien spricht von möglichen Preissteigerungen von bis zu 30 Prozent bis zum Jahresende 2022

Mehr als 4 Euro für das Glas Bier?

Das teurere Bier ist allerdings nicht nur Folge der steigenden Energiekosten. Viele Brauereien haben bereits in den letzten Jahren ihre Preise angehoben. Gründe seien unter anderem Lieferengpässe in Folge der Coronapandemie und steigende Verpackungskosten. Hinzu kommen gestiegene Preise für Metall und höhere Herstellungskosten für Glasflaschen, Dosen und Etiketten. Durch den Krieg in der Ukraine werden die Preise wohl noch weiter steigen. Allein elf Prozent des globalen Weizens kommt aus dieser Region.

Die Folge für Verbraucher: Nun soll tatsächlich die 4 Euro Marke drohen. Laut einem Bericht von Getränke-News.de könnte das Glas Bier innerhalb weniger Wochen zwischen 30 und 50 Cent teurer werden. Und als Schreckensszenario für den Bierfan: Preise über 17 Euro für den Bierkasten mit dem geliebten Markenbier sind keine Utopie.

Brauereien wie Bitburger, Radeberger, Veltins, Krombacher und die Früh-Brauerei (Kölsch) hatten bereits im Herbst 2021 konkret höhere Verbraucherpreise angekündigt.

Allerdings: Die höheren Preise waren laut Brauereiverband überfällig. Die meisten großen Brauereien haben mindestens drei Jahre ihre Preise nicht erhöht. Derzeit gibt es zwar noch Rabattaktionen, die Supermärkte haben noch nicht reagiert, in Kürze wird aber damit zu rechnen sein. Das Gleiche gilt für die Gastronomie, die bisher noch oft auf Mischkalkulationen setzt, um die wieder gewonnen Kunden nicht zu vertreiben.

Wird es auch für Hobbybrauer teurer?

Braumalz ist um rund 70 Prozent gestiegen, die höheren Preise betreffen ein Stück weit also auch die Hobbybrauer. Dennoch lässt sich in der eigenen Hobbybrauerei wesentlich besser Geld sparen. Ein Beispiel sind die Bierflaschen. Eine Glasflasche kann im Schnitt 40-mal neu gefüllt werden – Hobbybrauer sollten diese immer aufbewahren. Natürlich müssen die Flaschen gründlich gereinigt werden, damit sie wieder mit frisch gebrautem Bier befüllt werden können. Besonders nachhaltig ist übrigens heißes Wasser – und damit auch die einfachste Lösung. Für die schnelle Reinigung für Fässer und Flaschen gibt es spezielle Reinigungspulver. Die Reinigung mit heißem Wasser funktioniert ganz einfach mithilfe von Abfülltrichtern aus dem Brauereibedarf.

So funktioniert die Flaschenreinigung mit heißem Wasser:

  • Spüle deine Bierflaschen direkt nach dem Gebrauch mehrmals mit heißem Wasser aus.
  • Lass diese nun mit der Öffnung nach unten abtropfen, zum Beispiel in einen leeren Bierkasten.
  • Fülle die Flaschen vor dem Abfüllen etwa zur Hälfte mit sehr heißem Wasser.
  • Lass die gefüllten Flaschen nun langsam abkühlen und ausdampfen. Durch den heißen Wasserdampf wird das Glas zusätzlich gereinigt.
  • Gieß nach ein paar Minuten das heiße Wasser ab.
  • Jetzt kannst du dein frisch gebrautes Bier wie gewohnt einfüllen und natürlich direkt verkorken.

Und so löst du die Etiketten schnell und unkompliziert:

Hierfür legst du deine ausgespülten und leeren Bierflaschen für einige Stunden in einen Behälter mit warmen Wasser. Die Etiketten lassen sich danach ganz leicht und ohne Rückstände herunter ziehen. In der Regel haben sich diese bereits von allein im Wasserbad abgelöst.

Bier wird teurer: auch Hopfen und Hefe?

Voraussichtlich wirken sich die steigenden Produktions- und Logistikkosten auch auf die Preise von Hopfen und Bierhefe aus. Aber sicher nicht ganz so deutlich wie beim Braumalz. Hopfen wird größtenteils in Deutschland selbst angebaut – unter anderem im größten Hopfenanbaugebiet, der Hallertau. Grundsätzlich kannst du als Hobbybrauer den Hopfen auch selbst anbauen. Hierfür benötigst du allerdings ausreichend Platz und auch das nötige Wissen um die verschiedenen Hopfensorten. Nicht umsonst ist der Hopfenanbau eine Wissenschaft für sich. Die Art des Hopfens, der Anbau und die Weiterverarbeitung bestimmen den Geschmack deines Bieres erheblich mit. So gibt es allein über 200 Hopfensorten weltweit.

Für dein selbst gebrautes Bier kannst du Hopfendolden oder Hopfen-Pellets verwenden. Hopfendolden werden im Hopfensack gekocht, die Pellets gibst du direkt der Bierwürze zu. Ausschlaggebend für den Geschmack und die Bittere des Bieres ist der Inhaltsstoff Humulon. Dein Bier wird umso bitterer, je mehr Bitterstoff dein Hopfen enthält. Zusätzlich beeinflusst die Kochzeit die Bittere deines Bieres.


Tipp: Eine Übersicht über die verschiedenen Hopfensorten findest du hier. In den meisten Rezepturen zum Selberbrauen wird die Hopfensorte und die jeweilige Kochzeit angegeben.


 

Und die Bierhefe? Auch hier gibt es große Unterschiede – und nicht nur obergärige und untergärige Hefen. Das Brauen mit einfacher Backhefe ist übrigens nicht zu empfehlen. Das Bierbrauen ist ein feines Zusammenspiel aus Hopfen, Malz, Hefe und natürlich Zeit. Denn das selbst gebraute Bier muss ja einige Wochen bis Monate gären. Damit dein Selbstgebrautes von Beginn an schmeckt, startest du am besten mit bewährten Rezepten. Mit etwas Erfahrung und Übung kannst du nach und nach den Brauprozess abwandeln und vielleicht dein ganz eigenes Bier Rezept entwickeln.

Das sind deine Anschaffungen als Hobbybrauer

  • ein hochwertiges Starterset, das sich beliebig erweitern lässt
  • Zutaten für dein erstes Bier (Maischemischung)
  • Flaschen und Verschlüsse fürs Selbstgebraute
  • eine unkomplizierte Rezeptur: das ultimative Bierbrau-Buch (kostenfrei als EBook zum Download)

Was du sonst noch brauchst fürs Bier selber brauen

Es klingt lapidar, ist es aber nicht: Der richtige Platz für deine Hausbrauerei ist wichtig. Zum einen; weil einiges anfällt: Die Zutaten (Hopfen, Malz, Hefe), das Brauset und Fläche für Flaschen und Zubehör. Ein Wasseranschluss sollte in greifbarer Nähe sein und natürlich ein Herd. Hier genügt aber auch schon eine Kochplatte. Optimal ist eine stabile Arbeitsfläche, zum Beispiel ein kleiner; aber belastbarer Tisch. Grundsätzlich kannst du natürlich in deiner Küche brauen – allerdings entwickelt sich durch den Brauprozess ein intensiver Geruch. Hier ist gutes Lüften angesagt. Wer die Möglichkeit hat, im eigenen Keller, in der Garage, im Gartenhaus oder im Hauswirtschaftsraum zu brauen, der ist in jedem Fall gut beraten.

Wie teuer ist es Bier selbst zu brauen?

Die Kosten für das Selberbrauen sind tatsächlich übersichtlich. Ein gutes Starterset kostet um die 100 Euro, oft ist eine Maischemischung für die ersten 20 Liter Bier schon enthalten. Und auf lange Sicht rechnet sich das Bierbrauen allemal – das Starterset wird ja nur einmalig benötigt. Hopfen, Malz und Hefe und das ein oder andere Verschleißteil kommen je nach Rezept dazu. Und es gibt noch einen entscheidenden Vorteil beim Bier selber brauen: Es macht einfach Spaß und an Aufhören ist nicht mehr zu denken, das wird dir jeder Hobbybrauer bestätigen.

Gönn' dir was!

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