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Treberbrot – herzhaft und köstlich

Wo Bier gebraut wird, bleibt Treber übrig. Genau genommen: nachdem beim Läutern das Dicke (Treber) von dem Dünnen (Bierwürze) getrennt wurde. Allerlei nützliches kannst du damit veranstalten: Kompostgabe, Viehfutter oder Treberbrot.

Nach dem Brauen solltest du diese braune Trebermasse schnell verarbeiten. Treber fängt sehr schnell an zu gären und riecht extrem unangenehm. Daher zügig dem Bauern zur Verfügung stellen. Der hohe Eiweißanteil, Malzzucker, Spurenelemente, Enzyme, Vitamine und Ballaststoffe macht Biertreber zu einem Ersatzfutter in der Aufzucht und Mast. Die Süße im Treber ist für das Vieh zudem attraktiv.

Die für uns leckerste Weiterverarbeitung jedoch liegt im Treberbrot backen. Bei einem 20l Maischepaket verbleiben 4 bis 5kg Treber. Damit könntest du 16 bis 20 Brot backen. Sofern du nicht Hochleistungsbäcker werden möchtest, kann Treber portionsweise eingefroren werden.

Zutaten

  • 250g Treber
  • 500g Roggenmehl aber auch
  • Weizen- oder Dinkelmehl funktioniert
  • 1 Päckchen Hefe
  • 12g Salz
  • 15g Zucker
  • 250ml malziges Bier, am Besten selbst gebraut

 

Alle Zutaten miteinander vermengen und kräftig für 10 Minuten durchkneten mit Knethaken oder den Händen. Danach 30 Minuten in einem warmen Ort gehen lassen.

Danach nochmals durchkneten und weitere 60 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 260° Grad mit Ober- und Unterhitze vorheizen, eine Schale Wasser in den Ofen stellen um für ausreichende Luftfeuchtigkeit zu sorgen.
Einen Laib formen und 15 Minuten bei 260° Grad backen. Auf 200° Grad runter schalten und weiter 50 Minuten backen.

Die Backzeit kann je nach Backofen variieren.

Nach Ende der Backzeit eine Klopfprobe an der Unterseite des Brotes machen. Wenn der Laib hohl klingt darf das Brot aus dem Ofen und auf einem Gitter abkühlen.
Das Brot noch warm probieren. Nach einem Brautag mit einem selbst gebrauten Bier ein wunderbarer Abschluss.

Guten Appetit und Prost!

12 Antworten

    1. Hi Steffen, danke dir für den Hinweis – ergänze ich noch direkt. Eigentlich funktionieren alle Mehltypen. Die besten Ergebnisse habe ich mit Roggenmehl gemacht. Da bleibt das Brot noch länger saftig. Viel Spaß beim ausprobieren. Anja

  1. …Treber vom Weizenbier enthält weniger Spelzen und eignet sich deshalb noch besser zum Backen als ein reiner Gerstentreber.

  2. Hallo
    ich püriere den Treber einfach dann sind die Spelzen kein Problem mehr.
    Mein Favorit ist der dunkle Treber vom Klosterbräu.
    Viele Grüße Thomas

  3. Tolles Rezept, habe vorher ein anderes benutzt- da war das Ergebnis nicht so toll. Hier ist das Ergebnis einfach lecker. Morgen werde ich es wieder benutzen.
    Eine Frage habe ich noch, ich suche nach einem Rezept für Kekse und dachte, hier war auch eines veröffentlicht. Nun finde ich es nicht mehr. Vielleicht irre ich mich auch, aber ich hatte eines mit Treber und Haferflocken bei euch gesehen.
    Danke jedenfalls für dieses Rezept hier.

    1. Hallo Guido,
      freut uns wenn dir unsere Rezepte gefallen 🙂
      Ein Keksrezept haben wir im Beitrag „Muss das Malz in den Müll?“ viel Spass beim nachbacken.
      Liebe Grüße
      Yvonne
      Team Gastro Brennecke

  4. Hab das Brot wie oben angegeben gebacken. LECKER!
    Aber mit 100% Roggen-VK-Mehl ging der Teig nicht gut auf und das Brot war nach ein paar Tagen recht krümelig.
    Habe dann 10% Weizen- und 90% Roggen-VK-Mehl genommen; hat beide Probleme gelöst!
    Beide Backtemperaturen habe ich dabei um 20° gesenkt und die 2. Backstufe auf 60min erhöht.
    Alles perfekt!
    Übrigens:
    Falls kein Treber zur Hand, können auch Haferflocken sehr gut verwendet werden (dann etwas mehr Flüssigkeit notwendig). Verhindert auch Spelzen zwischen den Zähnen… ;-)))

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